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Vorsorge · Schwere Krankheiten

Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread Disease)

Einmalige Kapitalauszahlung bei Diagnose einer schweren Erkrankung wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall – auch ohne Berufsunfähigkeit. Schließt die Lücke zwischen BU und Lebensversicherung.

Eine BU-Rente zahlt erst, wenn Sie zu mindestens 50 % berufsunfähig sind – und das oft nach Monaten der Begutachtung. Eine Risikolebensversicherung zahlt erst beim Tod. Was aber, wenn Sie nach einem Herzinfarkt 6 Monate Reha brauchen, finanziell weiterleben müssen, das Haus umbauen oder eine Spezialbehandlung im Ausland zahlen? Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt einen Einmalbetrag – schnell, frei verwendbar, unabhängig vom Berufsstatus.

Was die Dread-Disease-Versicherung leistet

Leistungsumfang laut Gothaer Bedingungen Fondsgebundene Risikoabsicherung mit Kapitalzahlung im Todesfall oder bei Eintritt einer schweren Krankheit (216836, 216837)

Einmalige Kapitalauszahlung

Bei Diagnose einer im Vertrag genannten schweren Krankheit erhalten Sie sofort eine einmalige Summe. Frei verwendbar – für Behandlung, Umbau, Auszeit, Tilgung.

Krebs-Diagnose

Maligne Tumore inkl. Leukämie und Lymphome. Bei einigen Tarifen auch frühe Stadien (Carcinoma in situ) anteilig.

Herzinfarkt

Akuter Myokardinfarkt mit nachweisbarer Schädigung – belegt durch Troponin-Werte und EKG-Veränderungen.

Schlaganfall

Apoplexie mit dauerhaft neurologischen Folgen über mind. 24 Stunden hinaus.

Bypass-Operation

Aortokoronare Bypass-OP an mindestens zwei Herzkranzgefäßen.

Multiple Sklerose

MS mit nachgewiesenen typischen Läsionen und mind. zwei Schüben.

Niereninsuffizienz

Terminale Niereninsuffizienz mit Notwendigkeit einer dauerhaften Dialyse oder Transplantation.

Organ-/Knochenmark-Transplantation

Notwendigkeit einer Transplantation lebenswichtiger Organe oder Knochenmarks.

Was ist NICHT versichert

Ausschlüsse laut Gothaer Bedingungen Fondsgebundene Risikoabsicherung mit Kapitalzahlung im Todesfall oder bei Eintritt einer schweren Krankheit (216836, 216837)

Vorerkrankungen aus Krankheitskatalog

Bestehende Krebsvorstufen, Herzinfarkt-Vorgeschichte, neurologische Vorerkrankungen werden bei Antragstellung individuell geprüft – meist ausgeschlossen.

Wartezeit nach Vertragsbeginn

Diagnosen innerhalb der Wartezeit (3–6 Monate je Tarif) lösen meist keine Leistung aus. Ausnahme: unfallbedingte Diagnosen.

Krankheiten unter Diagnoseschwelle

Frühe Krebsstadien (Carcinoma in situ), milde Schlaganfall-Folgen unter 24h, Herzinfarkte ohne Troponin-Nachweis sind oft nicht oder nur teilweise gedeckt.

Selbst herbeigeführte Erkrankungen

Vorsätzlich herbeigeführte Erkrankungen oder schwere Vernachlässigung der Behandlung sind ausgeschlossen.

Krieg und Pandemie-Sonderfälle

Erkrankungen durch Kriegseinwirkung oder bestimmte pandemiebedingte Sonderfälle können je Tarif eingeschränkt sein.

Mehrfachauszahlung

Die Versicherungssumme wird in der Regel nur EINMAL ausgezahlt – bei Diagnose ODER bei Tod. Mehrfache Diagnosen führen nicht zu mehrfachen Auszahlungen.

Dread Disease: Für wen sinnvoll?

Geeignet für

  • Familien mit Hauptverdiener und Kreditverpflichtungen
  • Selbstständige, deren BU-Versicherung erst nach 6 Monaten greift
  • Personen mit Eigenheim und laufender Hypothek
  • Eltern, die Kinderbetreuung und Therapie finanzieren wollen
  • Ergänzung zur BU – nicht Ersatz dafür

Eher ungeeignet für

  • Personen mit Vorerkrankungen aus dem Krankheitskatalog
  • Singles ohne finanzielle Verpflichtungen
  • Wer nur eine BU braucht – und sie sich auch leisten kann
  • Personen über 60 (Beiträge werden überproportional teuer)

Typische Fehler bei Dread Disease

Als BU-Ersatz missverstanden

Dread Disease zahlt EINMALIG – eine BU zahlt MONATLICH bis zum Renteneintritt. Beide ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.

Krankheitskatalog nicht gelesen

Was bei Versicherer A „Krebs" auslöst, ist bei B oft enger definiert. Konkreter Vergleich der Definitionen ist Pflicht.

Wartezeiten ignoriert

Manche Tarife haben Wartezeiten von 3–6 Monaten nach Vertragsbeginn – Diagnosen in dieser Zeit lösen oft keine Leistung aus.

Falsche Versicherungssumme

Unter 50.000 EUR macht Dread Disease selten Sinn. Empfohlen: 1–2 Jahresnetto-Einkommen, plus offene Hypothek.

Schadenfall: Was passiert dann?

Ablauf bei Diagnose einer schweren Krankheit

  1. 1

    Diagnose und Befunde sichern

    Fachärztliche Diagnose mit allen Befunden, Laborwerten, Bildgebung. Bei Krebs: histologischer Befund. Bei Herzinfarkt: Troponin-Werte und EKG. Bei Schlaganfall: Bildgebung mit Läsion.

  2. 2

    Schadenmeldung an Versicherer

    Versicherter (oder Angehörige) meldet Diagnose unter Beifügung der Originalbefunde. Versicherer stellt Leistungsantrag bereit.

  3. 3

    Medizinische Prüfung

    Versicherer prüft, ob die Diagnose den im Vertrag definierten Kriterien entspricht. Bei Bedarf: Anforderung weiterer Befunde, Zweitmeinung durch Vertragsarzt.

  4. 4

    Leistungsentscheidung

    Bei positivem Befund: Auszahlung der vollen Versicherungssumme als Einmalbetrag, frei verwendbar. Auszahlung üblicherweise binnen 2–4 Wochen.

  5. 5

    Vertragsende

    Mit der Auszahlung endet der Vertrag in der Regel — die Versicherungssumme wird nicht mehrfach gezahlt. Folgekrankheiten erfordern ggf. neuen Vertrag (oft schwer abschließbar).

So läuft die Beratung ab

1. Anfrage

Sie schildern Ihre Situation — telefonisch, per Mail oder Formular. Erstkontakt unverbindlich.

2. Analyse

Ich prüfe Ihre Rahmendaten, bestehende Verträge und identifiziere Lücken. Bedarfsgerecht statt Standardpaket.

3. Angebot

Sie erhalten einen konkreten Vorschlag mit AVB-Auszug, Beitrag und Erklärung der einzelnen Bausteine.

Häufige Fragen

Brauche ich Dread Disease zusätzlich zur BU?

Sie ergänzen sich. Die BU zahlt MONATLICH ab 50 % Berufsunfähigkeit – meist nach 4–6 Monaten Begutachtung. Dread Disease zahlt SOFORT bei Diagnose, einmalig, frei verwendbar. Ideal als Liquiditätsspritze in den ersten Monaten der Erkrankung.

Was zählt als „schwere Krankheit"?

Der genaue Katalog steht in den Bedingungen. Klassische Erkrankungen: Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, terminale Niereninsuffizienz, Organtransplantation, Bypass-OP, Erblindung, Verlust von Gliedmaßen, ALS, Parkinson. Die Definitionen unterscheiden sich pro Anbieter.

Was kostet eine Dread Disease?

Stark abhängig von Alter, Gesundheit und Versicherungssumme. Beispiel: 35-jährige Nichtraucherin mit 100.000 EUR Versicherungssumme zahlt typischerweise 25–40 EUR/Monat. Mit Vorerkrankungen oder höherem Alter entsprechend mehr.

Was unterscheidet Dread Disease von Risikoleben?

Risikoleben zahlt nur bei Tod, Dread Disease zahlt bei Diagnose im Krankheitsfall – auch ohne Tod. Bei kombinierten Tarifen (Risikoleben + Schwere Krankheiten) wird einmalig ausgezahlt: entweder bei Diagnose ODER bei Tod.

Sind die Diagnosen weltweit anerkannt?

Ja, sofern die Diagnose den im Vertrag definierten Kriterien entspricht. Bei Diagnosen im Ausland reicht meist eine deutsche Zweitmeinung oder die Bestätigung durch einen anerkannten Spezialisten.

Schwere-Krankheiten-Vorsorge in Karlsruhe

Klare Einordnung im Verhältnis zu BU, Risikoleben und privater Krankenzusatz – ergänzend, nicht ersetzend.

Angaben basieren auf Gothaer Bedingungen Fondsgebundene Risikoabsicherung mit Kapitalzahlung im Todesfall oder bei Eintritt einer schweren Krankheit (216836, 216837). Konkrete Krankheitsdefinitionen, Wartezeiten und Beiträge im Beratungsgespräch. Stand: April 2026.