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Krankenversicherung für Studenten: PKV oder GKV – die Entscheidung richtig treffen

Krankenversicherung für Studenten: PKV oder GKV – die Entscheidung richtig treffen

Kurzantwort: Welche Krankenversicherung passt zu dir als Student?

Unter 25 und Eltern gesetzlich versichert? Bleib in der kostenlosen Familienversicherung – solange dein Einkommen unter 505 Euro monatlich liegt.

Über 25 oder zu hohes Einkommen? Dann wird die studentische GKV mit rund 120 Euro monatlich fällig – oder du wechselst in die PKV, die für junge, gesunde Studenten oft günstiger startet.

Eltern privat versichert oder Beamtenkinder? Die PKV ist häufig die wirtschaftlich sinnvollere Wahl – aber der Wechsel zurück in die GKV nach dem Studium ist an Bedingungen geknüpft.


Familienversicherung: Die kostenlose Option bis 25

Die Familienversicherung in der GKV ist der günstigste Einstieg ins Studium. Du zahlst keinen eigenen Beitrag, solange diese Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Alter unter 25 Jahren (Verlängerung um Wehr-/Freiwilligendienst möglich)
  • Monatliches Einkommen unter 505 Euro (2024) bzw. 556,33 Euro bei Minijob
  • Mindestens ein Elternteil gesetzlich versichert
  • Kein hauptberuflich selbstständiger Elternteil mit höherem Einkommen

Achtung bei BAföG: BAföG-Zahlungen zählen nicht als Einkommen für die Familienversicherung. Stipendien hingegen können angerechnet werden – hier lohnt sich eine Einzelfallprüfung.

Sobald du 25 wirst oder die Einkommensgrenze überschreitest, endet die Familienversicherung automatisch. Dann hast du drei Monate Zeit für eine wichtige Entscheidung.


Studentische GKV: Die Standardlösung ab 25

Nach dem Ende der Familienversicherung kannst du dich in der studentischen Krankenversicherung der GKV versichern. Die Beiträge sind bundesweit einheitlich:

Beitrag 2024Betrag
Krankenversicherungca. 83 Euro
Pflegeversicherungca. 28 Euro (mit Kind günstiger)
Zusatzbeitrag Kasseca. 10–15 Euro
Gesamtca. 120–130 Euro

Diese Versicherung gilt bis zum Ende des 14. Fachsemesters oder bis zum 30. Geburtstag – je nachdem, was zuerst eintritt. Danach wird die freiwillige GKV deutlich teurer (Mindestbeitrag ca. 210 Euro).

Vorteil GKV: Einfache Rückkehr in die Familienversicherung bei Einkommensänderung, keine Gesundheitsprüfung, Beiträge einkommensabhängig.


PKV für Studenten: Wann lohnt sich der Wechsel?

Die private Krankenversicherung kann für bestimmte Studenten die bessere Wahl sein. Die Beiträge richten sich nach Alter bei Eintritt und Gesundheitszustand – nicht nach Einkommen.

PKV ist besonders sinnvoll wenn:

  • Deine Eltern privat versichert oder verbeamtet sind (Beihilfeanspruch)
  • Du bei Studienbeginn unter 25 und gesund bist
  • Du ein längeres Studium planst (Medizin, Jura mit Promotion)
  • Du nach dem Studium voraussichtlich über der Versicherungspflichtgrenze verdienst

Typische PKV-Beiträge für Studenten:

Einstiegsalter 20–25 Jahre: ca. 80–150 Euro monatlich je nach Tarif und Leistungsumfang. Beamtenkinder mit Beihilfe zahlen oft nur 40–80 Euro für den Restkostenanteil.

Du möchtest wissen, welcher PKV-Tarif zu deiner Situation passt? PKV für Studenten anfragen – ich vergleiche die Optionen für dich.


Der Entscheidungsbaum: Schritt für Schritt zur richtigen Versicherung

Schritt 1: Wie sind deine Eltern versichert?

  • Beide Eltern GKV → Familienversicherung prüfen (weiter zu Schritt 2)
  • Ein Elternteil PKV mit höherem Einkommen → PKV oft günstiger
  • Eltern verbeamtet → PKV mit Beihilfe prüfen

Schritt 2: Bist du unter 25 mit Einkommen unter 505 Euro?

  • Ja → Familienversicherung nutzen, Entscheidung vertagen
  • Nein → Weiter zu Schritt 3

Schritt 3: Wie lange dauert dein Studium voraussichtlich?

  • Regelstudienzeit (6–10 Semester) → GKV meist unkomplizierter
  • Langes Studium (Medizin, Promotion) → PKV-Einstieg jung = niedrige Beiträge über viele Jahre

Schritt 4: Was planst du nach dem Studium?

  • Angestelltenverhältnis unter Versicherungspflichtgrenze → GKV einfacher
  • Selbstständigkeit oder hohes Einkommen → PKV kann langfristig passen
  • Unsicher → GKV hält mehr Optionen offen

Rückkehr in die GKV: Diese Regeln gelten

Wer sich als Student für die PKV entscheidet, sollte die Rückkehroptionen kennen. Der Wechsel zurück ist möglich, aber an Bedingungen geknüpft:

Rückkehr nach dem Studium:

  • Bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung (Gehalt unter Versicherungspflichtgrenze 2024: 69.300 Euro/Jahr)
  • Bei Arbeitslosigkeit mit ALG-I-Bezug

Rückkehr nicht möglich:

  • Bei Selbstständigkeit nach dem Studium
  • Bei Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze
  • Ab 55 Jahren grundsätzlich ausgeschlossen

Wichtig: Die Entscheidung für die PKV zu Studienbeginn ist nicht unumkehrbar – aber sie erfordert Planung. Wer nach dem Studium direkt in eine gut bezahlte Stelle einsteigt, bleibt möglicherweise dauerhaft privat versichert.


BAföG und Krankenversicherung: Der Zuschuss

BAföG-Empfänger erhalten einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung, wenn sie nicht mehr familienversichert sind:

Zuschuss 2024Betrag
Krankenversicherung94 Euro
Pflegeversicherung28 Euro
Gesamt122 Euro

Dieser Zuschuss deckt die studentische GKV fast vollständig. Bei PKV-Versicherten wird der gleiche Betrag gezahlt – unabhängig vom tatsächlichen PKV-Beitrag.


Häufige Fragen

Kann ich als Student jederzeit zwischen PKV und GKV wechseln?

Nein. Zu Studienbeginn hast du einmalig die Wahl. Entscheidest du dich für die PKV, bist du für die gesamte Studienzeit daran gebunden. Ein Wechsel zur GKV ist erst nach dem Studium bei versicherungspflichtiger Beschäftigung möglich.

Was passiert, wenn ich während des Studiums 25 werde?

Die Familienversicherung endet im Monat nach deinem 25. Geburtstag. Du musst dich dann selbst versichern – entweder studentische GKV oder PKV. Die Entscheidung sollte vor dem Geburtstag fallen.

Lohnt sich die PKV auch bei kurzen Studiengängen?

Bei Bachelor-Studiengängen mit 6 Semestern ist der Kostenvorteil der PKV oft gering. Die GKV bietet hier mehr Flexibilität für den Berufseinstieg. Anders sieht es bei Medizin (12+ Semester) oder geplanter Promotion aus.

Zahlt die PKV auch bei psychischen Erkrankungen?

Ja, aber: Bei der Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss werden Vorerkrankungen abgefragt. Bestehende psychische Erkrankungen können zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen. In der GKV gibt es keine Gesundheitsprüfung.

Was kostet die PKV nach dem Studium?

Die Beiträge steigen nach dem Studium, da der Studententarif endet. Je nach Berufsstatus wechselst du in einen Angestellten- oder Selbstständigentarif. Die genaue Höhe hängt vom gewählten Tarif und deinem Eintrittsalter ab – ein früher Einstieg zahlt sich hier aus.


Nächster Schritt

Die Entscheidung zwischen PKV und GKV im Studium hat langfristige Auswirkungen. Alter, Einkommen, Studiendauer und Berufsplanung spielen zusammen – eine pauschale Empfehlung gibt es nicht.

Du möchtest wissen, welche Option zu deiner Situation passt?

PKV für Studenten anfragen – ich rechne die Varianten für dich durch und zeige dir, welche Tarife in Frage kommen.

Oder direkt einen Termin vereinbaren: Beratung vereinbaren

MF
Markus Focht
BarmeniaGothaer Versicherungsvermittler, Karlsruhe

Als gebundener Versicherungsvertreter der Barmenia Krankenversicherung AG in Karlsruhe berate ich Privat- und Gewerbekunden zu allen Versicherungsfragen. Persönlich, kompetent und kostenlos.

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